Sirnach verliert gegen Rorschach mit 0:1. Die Hinterthurgauer brachten in der Offensive zu wenig zu Stande, als dass ein Punktgewinn verdient gewesen wäre.
Remo Beerli
Am Ende war der Sieg der Gäste in einem Spiel, in dem es wenige Torchancen zu verzeichnen gab, verdient. Wenn die Zuschauer auf der Kett nämlich gefährliche Szenen vor dem Tor zu sehen bekamen, so waren es meistens solche der Rorschacher. Mit gepflegtem Fussball konnte jedoch keine der beiden Mannschaften überzeugen.
Schwieriges Terrain
Von Beginn weg war zu sehen, dass keines der beiden Teams unnötige Risiken eingehen wollte.
Anstatt etwas Kreatives mit dem Ball zu unternehmen, wurde dieser bei der kleinsten Gefahr eines Ballverlustes oft einfach weggedroschen. Dadurch verlief das Spiel in der ersten Hälfte derart ereignisarm, dass es keine einzige gefährliche Torchance zu sehen gab. Miro Caktas, der Trainer des FC Sirnach, fand eine mögliche Erklärung für das eher bescheidene Niveau: «Der Platz war sehr schwierig zu bespielen. Deshalb spielten beide Mannschaften viele hohe Bälle. Solche Spiele sind für Zuschauer halt selten attraktiv.»
Spätes Erwachen
An diesem Bild änderte sich zunächst auch zu Beginn der zweiten Hälfte wenig. In der Defensive blieben beide Teams fehlerfrei, und den Stürmern gelang weiterhin wenig Erbauliches. Dies änderte sich jedoch nach 60 Minuten. Jetzt kamen die Gäste zu einigen guten Möglichkeiten. Gonzalez Rodriguez und Sulejmani zwangen mit Weitschüssen Tobias Sutter im Tor des FC Sirnach zu zwei sehenswerten Paraden. Nach einem Freistoss herrschte dann im Sirnacher Strafraum plötzlich grosse Unordnung. Claudio Fuchs behielt die Übersicht und erzielte den Führungstreffer für den FC Rorschach.
Erfolglose Reaktion
In den verbleibenden 15 Minuten versuchte der FC Sirnach das Spiel noch einmal auszugleichen. Dafür stellte Trainer Miro Caktas von einem auf zwei Stürmer um und schickte den grossgewachsenen Innenverteidiger Andreas Golem in die Offensive. Jetzt endlich kamen auch die Platzherren zu guten Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Golem per Kopf in der Nachspielzeit. Ein gegnerischer Verteidiger klärte jedoch auf der Torlinie, so dass die Rorschacher ihren knappen Vorsprung über die Zeit retten konnten.
Caktas meinte nach dem Spiel: «Im Moment sind wir in der Offensive einfach zu dünn besetzt, um über 90 Minuten mit zwei Stürmern zu spielen. Wir wollen aber, wenn wieder alle fit sind und den Trainingsrückstand aufgeholt haben, offensiver und mit zwei Stürmern aufzutreten. Wir dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Wir haben noch neun Spiele vor uns, und wir werden uns sicher noch verbessern.»
FC Sirnach – FC Rorschach 0:1 (0:0) Kett – 150 Zuschauer – SR Kieninger. Tor: 77. Fuchs (0:1). Sirnach: Sutter; Caccialuppi, Golem, Bühler, Huvremovic; Bigoni (65. Petrovic), Dursun, Rexhepaj, Varano, Wiesmann; Tomasello (46. Salis). Rorschach: Silva Serdeira; Lazaneo, Kambouris, Fuchs, Bueno Toledo; Sulejmani (83. Ljuma), J. Gonzalez Rodriguez, D. Gonzalez Rodriguez, Hodzic; Egger (63. Birol), Morina (91. Seferovic). Verwarnungen: 56. Hodzic (Foul), 72. Golem (Foul).