Sie gehörten 1962 zum Regionalmeister-Team: Paul Möller, Willy Brunner, Trainer Fritz Frei, Peter Egli und Bruno Wittwer. (Bild: Christof Lampart)
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Der FC Sirnach Stella feierte am Samstag sein 50-Jahr-Jubiläum mit einem Ehemaligentreffen. Aus den USA und Brasilien reisten Ex-Spieler an.
Christof Lampart
Rund 170 Personen, darunter etliche Männer der ersten Stunde, kamen ins Festzelt beim Sportplatz Kett, um über vergangene Zeiten und zukünftige Pläne des FC Sirnach Stella, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, zu reden. Das Spiel vom Nachmittag – die Freundschaftspartie zwischen St. Gallen und den Grasshoppers endete 2:2 – war zwar hie und da Gesprächsstoff, aber eigentlich wollten sich die ehemaligen Spieler einfach wieder einmal austauschen.
Der Goalie musste treten
So war denn auch der in der Vereinsgeschichte legendäre Juniorentrainer Fritz Frei aus Frauenfeld vor Ort, und das, obwohl der 78-Jährige vor kurzem eine schwere Operation über sich ergehen lassen musste. «Dabeisein ist Ehrensache», so der Übungsleiter von einst. Unter ihm errangen die B-Junioren 1962 in Amriswil mit einem 3:2-Sieg gegen Buchs die Regionalmeisterschaft. Beim Stand von 2:2 gab es einen Elfmeter. «Den wollte niemand schiessen», erinnert sich Paul Möller. Und Peter Egli, der eigens für dieses Jubiläum aus Birmingham/Alabama angereist war, fügt hinzu: «Unser Goalie, der Guido Sutter, musste dann den Ball treten. Ich habe gebetet, dass der Ball reingeht, denn normalerweise hätte Guido ja nicht mal das Tor getroffen. Dass er den Ball versenkte, war fast ein Wunder.» Die Runde lacht, ist fröhlich, man stösst miteinander an. Fürs Bild legen alle noch einmal ihre Hände auf den Ball: «Wir sind halt ein ganzes Leben ein Team gewesen», sagt Willy Brunner. Und der alte Trainer lächelt verschmitzt.
Für Peter Egli hat sich das Kommen gelohnt. Die Stimmung und das Essen seien hervorragend, erklärt der 62jährige Küchenchef, der seit 1969 in den USA lebt. «Ich habe es in dieser Enge hier einfach nicht mehr ausgehalten», schmunzelt er. Dennoch kommt er regelmässig zurück, denn die Enge hat auch ihre Vorteile: «Hier ist immer alles sehr gemütlich.»
Die Krönung
Auch Bruno Wittwer kommt von weit her, verbringt er doch den Grossteil des Jahres in Brasilien. «Nur im Sommer bin ich hier, ansonsten gefällt es mir dort sehr gut», so der Senior. Dass er mit den ehemaligen Kollegen das Jubiläum feiern könne, sei «die Krönung».