, Kaufmann Noah

Zwei Elfmeter besiegeln Sirnacher Heimniederlage

Gegen den FC Winkeln muss der FC Sirnach Stella erneut vier Gegentore hinnehmen.

Nur wenig mehr Spielfreude, Willen oder Einsatz brauchen die Sirnacher, dann gehen sie als Sieger vom Platz. Diesen Eindruck erweckt die Partie gegen Winkeln. Aber eben: Weil dem Heimteam das gewisse Etwas fehlt, kommt es doch anders. Wie schon vor einer Woche in Abtwil müssen die Sirnacher nun auch zu Hause vier Gegentore hinnehmen. Dabei starten sie vielversprechend und entschlossen ins Spiel und gehen schon nach drei Minuten in Führung. Etemi sieht den freistehenden Cardoso, welcher im Strafraum seinen einzigen Gegenspieler stehen lässt und zur Führung trifft. Die Sirnacher Euphorie wird aber schnell gebremst. Denn der Schiedsrichter sieht nur zwei Minuten später ein Foul an Winkelns Rölli im Sirnacher Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelt Gäste-Captain Steinemann problemlos. Sirnach scheint auch nach dem Ausgleich die spielerisch stärkere Mannschaft zu sein, wirkt aber nachlässiger und lustloser je länger das Spiel dauert. Das wissen die Winkler nach einer halben Stunde auszunutzen. Nachdem sie einen Freistoss aus der eigenen Hälfte schlagen, sorgen sie für ein Gewühl im Sirnacher Strafraum. Plötzlich liegt der Ball einschussbereit für Grünenfelder da, der so relativ einfach das 1:2 erzielen kann. Für die Sirnacher, die sich wie schon eine Woche zuvor in der Offensive schwertun, kommt es vor der Pause noch schlimmer. Denn erneut sieht der Spielleiter nach einem Winkler Gegenstoss ein Foul im Sirnacher Strafraum. Und erneut ist es Steinemann, der den Elfmeter schiesst und für die St. Galler auf 1:3 erhöht. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff keimt nochmals Hoffnung auf bei Sirnach: Nach einem Eckball ist es Etemi, der den Ball im Getümmel über die Torlinie bugsiert. Der Anschlusstreffer bleibt für die Heimmannschaft aber das höchste der Gefühle. Denn nur zehn Minuten später stellt Winkeln den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Joel Eberle, der eigentlich in Abseitsposition angespielt wird, bringt seine Hereingabe von rechts auf Rölli, welcher per Innenrist ins Tor ablenken kann. Zehn Minuten vor Schluss könnte Noah Eberle das Spiel für die Gäste endgültig entscheiden, setzt seinen Lupfer aber am Tor vorbei. Auch er ist aus dem Abseits gestartet. Weil der Linienrichter diese Aktion jedoch ebenfalls durchgehen lässt, hätte der Treffer gezählt. Die Niederlage der Hinterthurgauer auf das Schiedsrichtergespann abzuschieben, wäre falsch. Den Sirnachern haben in der Offensive Ideen und Durchschlagskraft gefehlt. Und in der Rückwärtsbewegung liessen sie den Winklern bei deren eher seltenen Vorstössen zu viel Platz. Die Mannschaft von José Rivero wird sich über diese Niederlage ärgern, schien der Gegner doch eigentlich alles andere als unschlagbar.