, Kaufmann Noah

Doppeltes Comeback

Der FC Sirnach Stella holt beim 4:4 gegen den FC Eschenbach zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand auf.

Zu wenig Tore können auf dem Sirnacher Kett keineswegs beklagt werden. Nach nicht einmal drei Minuten eröffnet Eschenbachs Stürmer Stojanov das Skore. Beim ersten Angriff seines Teams erhält er von der Sirnacher Hintermannschaft viel Platz, kann von links in die Mitte ziehen und den Ball ins Netz bugsieren. Fast schon sinnbildlich für den Sirnacher Auftritt in der ersten Viertelstunde verliert etwas später Captain Ruben Simoes den Ball in der Verteidigung. Müller kann davon profitieren und auf 0:2 erhöhen. Kurz darauf müsste Stojanov gar erneut treffen, sein Schuss geht aber deutlich übers Tor. Auf Sirnacher Seite braucht es einen kleinen Geniestreich von Bruno Cardoso, um die Mannschaft in Schwung zu bringen. Der Flügelspieler zeigt am Strafraumeck eine Finte, schliesst mit seinem starken linken Fuss ab und trifft haargenau in die entfernte untere Torecke. Diese Aktion bringt beim Heimteam die Hoffnung zurück. Und trotzdem fällt der Ausgleich etwas unverhofft: Dario Martic zirkelt einen Eckball optimal auf Silvano Teixeira, der per Kopf seinen dritten Saisontreffer erzielt. Und er müsste vor der Pause gar nochmals treffen. Nach einem Ballgewinn von Marco Soares, beinahe an der gegnerischen Grundlinie, kommt Teixeira zu einer Grosschance, scheint darüber aber selbst überrascht, denn sein Abschluss rollt am Tor vorbei. Bitter für die Sirnacher: Noch vor der Pause muss mit Bruno Cardoso der auffälligste Spieler des Heimteams angeschlagen ausgewechselt werden. Nach der Pause reichen Eschenbach wieder gut fünf Minuten für einen Doppelschlag. Zunächst entwischt Stojanov und wird von Sirnachs Torwart Josip Martic im Strafraum gelegt. Den fälligen Penalty verwandelt der Gefoulte souverän. Kurz darauf stimmt die Zuordnung in der Verteidigung der Heimmannschaft nicht. Hefti kann im Strafraum abschliessen, sein abgelenkter Schuss landet zum 2:4 im Netz. Wiederum dauert es aber nicht lange, bis sich Sirnach zurückmeldet, obwohl der Anschlusstreffer wie aus dem Nichts entsteht. Simone Ciraci hat im gegnerischen Strafraum etwas Platz, wird angespielt und trifft via Innenpfosten. Und eine Viertelstunde vor Schluss haben die Sirnacher gar zum zweiten Mal einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Marco Soares sieht, wie Aussenverteidiger Dalibor Velickovic von links in den Strafraum sprintet, spielt ihn an und Velickovic schlenzt den Ball im Stil eines Stürmers in die untere Torecke. Mehr als diese acht Treffer gibt es dann doch nicht mehr, obwohl die Partie in der Schlussphase noch auf beide Seiten hätte kippen können. Ganz so spektakulär wie es das Resultat vermuten lässt, ist das Spiel nicht unbedingt. Das liegt daran, dass die meisten Schüsse, welche aufs Tor kommen auch drin landen. Nach dem Unentschieden in Wängi hat der FC Sirnach jedenfalls einmal mehr Nehmerqualitäten bewiesen. Das doppelte Comeback, das immerhin mit einem Punkt belohnt wird, könnte im Verlauf der Saison noch wichtig werden.