, Kaufmann Noah

Wenig fehlt zum Punktgewinn

Der FC Sirnach Stella verliert das erste Meisterschaftsspiel der neuen Saison gegen den FC Frauenfeld mit 1:3.

Ein Déjà-vu ist es dann doch nicht. Zwar ähneln die ersten Minuten dem Spiel vor einem Jahr, als Sirnach gegen Frauenfeld zum Meisterschaftsauftakt eine 0:7-Niederlage kassierte. Die Gäste drücken nach vorne und suchen die frühe Führung. Die finden sie aber nicht. Einerseits, weil sie nicht mehr so dominant auftreten, wie noch vor einem Jahr, andererseits weil Sirnach schnell einmal gut organisiert ist und das Spiel beruhigt. Nach einer Viertelstunde könnte die Heimmannschaft gar durch Velickovic in Führung gehen, die Freistoss-Vorlage von Etemi bringt er aber nicht an Torwart Siddiqui vorbei. Hingegen nutzen die Frauenfelder zehn Minuten später ihre Gelegenheit: Sirnachs Schlussmann Josip Martic kann den Schuss von Stalder zwar noch abwehren, aber nur bis zu Mlinaric, der im zweiten Anlauf – nach einem Pfostenschuss – das leere Tor trifft. Die Führung ist spätestens zur Pause verdient, denn der FC Frauenfeld erarbeitet sich mehrere gute Chancen. Kälin, Mlinaric und Stalder vergeben aber allesamt. Letzteren kann Velickovic spektakulär und im letzten Moment aufhalten, indem er im Strafraum mit einer Grätsche dessen Schuss blockt. Im zweiten Durchgang tut sich Sirnach lange schwer, in der Offensive etwas zu kreieren. Es braucht eine Standardsituation, um gefährlich zu werden – und den Ausgleich zu erzielen: Ein Etemi-Freistoss von der Strafraumecke sorgt zunächst für ein Gewühl, aus dem der Ball zu Simone Ciraci gelangt. In seinem ersten Ligaspiel für Sirnach bringt er den Ball schliesslich im Tor unter, per Kopf überwindet er Frauenfelds Torwart Siddiqui. Nur etwa eine Viertelstunde später kommt Frauenfeld ebenfalls per Freistoss zur erneuten Führung. Stalder zirkelt den Ball auf Schweingrubers Kopf, der herrlich unter die Latte zum 1:2 trifft. Obwohl Sirnachs Trainer José Rivero mit Einwechslungen für frische Kräfte in der Offensive sorgt, will dem Heimteam kein Tor mehr gelingen. Vielmehr entscheidet Frauenfeld kurz vor Schluss mit einem Konter die Partie. Stalder kann aus fünf Metern nur noch einschiessen. Die Revanche für das Spiel vor Jahresfrist ist den Hinterthurgauern damit zwar nicht geglückt. Zum Punktgewinn hat allerdings wenig gefehlt. Und weil Frauenfeld als einer der stärksten Gegner in der Gruppe gilt, ist es kein so schlechter Saisonauftakt, wie es das Resultat vermuten lässt. Zudem konnten junge Spieler wie Simone Ciraci und Aldin Mujakovic zeigen, dass sie für die Sirnacher in dieser Saison noch wichtig werden könnten. Nicht zuletzt konnten die routinierten Rückkehrer Dalibor Velickovic und Igor Kojic beweisen, dass sie in der Lage sind, die Abwehr zu stabilisieren.