Der steinige Weg zur Vernunft ……….

Der steinige Weg zur Vernunft

Fussball Das Fanionteam eines Sportklubs ist immer die wichtigste Mannschaft in einem Verein. Die Spieler gelten allgemein als Vorbilder, denen man nacheifern kann. Ziel jedes Nachwuchs-spielers sollte sein, selber einmal in die erste Mannschaft aufgenommen zu werden. Der FC Sirnach hat diesem Punkt etliche Jahre zu wenig Rechnung getragen. Die erste Mannschaft war lange ein separater Verein innerhalb des gesamten Gefüges.

«Das muss anders werden», zeigte sich Peter Sommer kämpferisch, nachdem er das Amt des Präsidenten übernommen hatte. «Der FC Sirnach muss wieder ein Verein in der Gesamtheit werden. Jeden, ob Aktiv- oder Nachwuchsspieler, gilt es als gleichwertig zu behandeln. Auch die Verbundenheit zur Gemeinde Sirnach muss sich massgeblich verbessern.»

Der Präsident und der mehrheitlich neu zusammengesetzte Vorstand sowie eine kleinere Gruppe, die sich ebenfalls in den Dienst der Sache stellen, haben seither viel, aber noch längst nicht alles erreicht. «Aber wir sind zuversichtlich und auf einem guten Weg», sagt Peter Sommer.

Ein erster Schritt zur Vernunft wurde bei der ersten Mannschaft vollzogen. Der FC Sirnach passte die Spesenentschädigungsstrategie bei der ersten Mannschaft massgeblich den vorhandenen Möglichkeiten an. Dies hatte zwar zur Folge, dass bezüglich Spielermaterial qualitative Einbussen in Kauf genommen werden mussten und der Weg in die regionale 2. Liga führte. In dieser be-kundet die erste Mannschaft nicht zuletzt wegen grösseren Verletzungspechs noch etwelche Mühe, den Tritt zu finden.  «Aber wir rücken von unserem eingeschlagenen Weg nicht ab», sagt Sommer und stützt den Trainer und den Sportchef. «Beide machen einen Superjob.»

Weitaus erfreulicher als die sportliche Situation der ersten Mannschaft ist die aktuelle Lage innerhalb des Vereinsgefüges. «Diesbezüglich haben wir schon viel erreicht. Und es stellen sich wieder Leute zur Mithilfe zur Verfügung, die vorher  nicht dazu bereit waren», informiert der Präsident. Er dürfe zudem regelmässig Komplimente von Eltern entgegen nehmen, welche die Veränderungen im Verein wahrnehmen. «Aber auch von unserer zweiten Mannschaft und dem U23-Team kommen immer wieder positive Rückmeldungen.»

Stolz ist Peter Sommer, dass der Sirnacher Gemeinderat die Bemühungen des Vereins anerkennt und würdigt, wieder eine grössere Verbundenheit zur Gemeinde herzustellen.

Einen markanten weiteren Schritt in die eingeschlagene Richtung wird hinsichtlich nächster Saison sein, dass alle Akteure, die beim FC Sirnach spielen, wegen des Vereins und nicht aus monetären Gründen dabei sind. «Bei anderen Fussballklubs ist das auch möglich, warum also nicht auch bei uns. Der Weg zur Vernunft ist zwar steinig, aber lohnenswert.»

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Hinweis

Der FC Sirnach beteiligt sich auch an der Sirnacher Gewerbeausstellung (Siga) und präsentiert dort den Verein. Diese findet vom 3. bis 5. November statt. «Wir wollen als Dorfverein unsere Verbundenheit zur Gemeinde aufzeigen», begründet der Präsident Peter Sommer die Teilnahme.

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