Wichtiger Sieg gegen Abstiegsmitkonkurrenten

Mit einem zu keinem Zeitpunkt des Spiels gefährdeten 4 : 1 Sieg gegen Abstiegsmitkonkurrent und Tabellennachbar St. Margrethen, machten die Hinterthurgauer einen ersten wichtigen Schritt Richtung Ligaerhalt. Gegen einen vor allem im Angriff harmlosen Gegner war der Sieg aufgrund des klaren Chancenplus hochverdient und hätte bei etwas mehr Konsequenz im Abschluss noch deutlicher ausfallen müssen.

 

Ein erster Schritt ist getan

Wie schon Eingangs erwähnt waren die Gäste aus St. Margrethen vor allem im Angriff äusserst harmlos und die Abwehr um Ifraim Alija und Ruben Simoes lieferte mit einer tadellosen Leistung den Grundstein für einen nie gefährdeten Sieg. Torwart Akin musste dann auch nur einmal während des ganzen Spiels eingreifen und das auch nur um den Ball beim 3:1 Anschlusstreffer aus dem Netz zu holen. Allerdings darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass Schiedsrichter Werder bereits in der 4. Minute ein klares Foul am durchgebrochenen Ljatifi innerhalb des Sechzehnmeterraumes der Sirnacher grosszügigerweise übersah. Hätte, Wenn und Aber… der weitere Verlauf der Partie zeigte jedoch deutlich, dass mit dem FC Sirnach die klar bessere Mannschaft als Sieger aus einer trotz der grossen Bedeutung äusserst fairen Begegnung hervorging.

Es dauerte allerdings eine Weile bis die Sirnacher zu ihren ersten Chancen kamen, gehörte doch die Anfangsphase des Spiels vor allem den Gästen, die aber vor dem Strafraum der Thurgauer viel zu umständlich und unpräzis agierten, so dass die sehr sicher spielende Sirnacher Hintermannschaft nie in Gefahr geriet. Dann ab der 20. Spielminute, nach Ablage der Anfangs-Nervosität, kam die Heimmannschaft vor allem über ihre linke Angriffsseite, wo Kilafu seinen Gegenspieler ein ums andere Mal schwindelig dribbelte, gefährlich vor das Gästetor. In der 25. Minute dann überlief eben dieser Kilafu ein weiteres Mal seinen Gegenspieler mühelos und spielte den Ball innerhalb des Strafraums zum völlig frei stehenden Emini, der dann auch noch seinen Gegenspieler ins Leere laufen liess und flach in die kurze Ecke zur längst fälligen Führung traf. Bis zur Pause verpassten es aber die Sirnacher, das dem Spielverlauf und Chancenverhältnis entsprechend viel zu knappe 1:0 auszubauen und offenbarte damit jene Abschlussschwäche, die schon in den vorangegangenen Partien einige Punkte gekostet hat.

Vorentscheidung kurz nach dem Tee

Auf ein Aufbäumen der Gastmannschaft nach der Pause wartete man vergebens, im Gegenteil, es waren die Sirnacher die das Spieldiktat in die Hände nahmen. In der 50. Minute waren es wieder die Sirnacher, die nach einem Angriff über die rechte Seite mit einem präzisen Flankenball von Emini auf den  Kopf des im Zentrum des Strafraums ungedeckten Asani den vorentscheidenden zweiten Treffer erzielten. Da St. Margrethen wiederum zu keiner Reaktion fähig war, blieben die Thurgauer am Drücker und erhöhten nach einem feinen Zuspiel von Prenrecaj wiederum auf den gut mitgelaufenen Asani auf 3:0. Die Gäste entblössten daraufhin ihre Abwehr noch mehr und kamen nach der einzigen Unachtsamkeit in der Sirnacher Hintermannschaft durch einen präzisen Abschluss in die entfernte Torecke zum Anschlusstreffer. Die Heimmannschaft kam aber nur kurz aus dem Tritt und erspielte sich gegen die weit aufgerückte Gästeverteidigung weitere Grosschancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Die Sirnacher konnten sich sogar den Luxus leisten, einen Foulpenalty nicht zu verwerten, ohne dass der Erfolg nochmals in Gefahr geriet. Ganz im Gegenteil, in der Nachspielzeit enteilte der eingewechselte Veliu nach einem Zuspiel in den freien Raum der Gästeverteidigung und traf nachdem er auch noch den Torwart umspielt hatte zum Schlussresultat.

Die Erleichterung bei den Verantwortlichen war nach dem Schlusspfiff des nicht immer souverän wirkenden Unparteiischen deutlich spürbar. „Hauptsache gewonnen !“, so tönte es in der Kabine. In der Tat, mit diesem Sieg verliess der FC Sirnach dank den erfreulichen Resultaten der Mitkonkurrenz, die nämlich allesamt ihre Spiele verloren, einen direkten Abstiegsplatz. Keine Freude aber dürfte Trainer Alder über die vierte gelbe Karte einiger Akteure und der damit verbundenen Suspendierung für die kommende Partie gegen die Mannschaft der Stunde aus Kreuzlingen haben. Es bleibt aber eine ganze Woche, um die Mannschaft auf die kommende, schwere Aufgabe vorzubereiten.

Matchtelegramm

Sportplatz Kett, Sirnach – 70 Zuschauer

FC Sirnach – FC St. Margreten 4:1 (1:0) Sr. Werder

Tore : 25. Emini 1:0, 50. Asani 2:0, 71. Asani 3:0, 82. Karahasanovic 3:1, 90.+2, Veliu 4:1

FC Sirnach: Akin; Chiavuzzi, Simoes, Alija, Nico Manz (46. Bytyqi); Prenrecaj (C), Trovato, Kilafu (75. Jelid Veliu), Remy Manz (66. Okan Aykac), Emini; Asani

FC St. Margrethen : Staudacher; Hajrullahu (46. Fisnik), Pazos, Karahasanovic (C), Sabani; Eris, Özkan, Dimitriadis, D’Amico (63. Lütolf), Ljatifi (63. Kuzmanovic); Lopete

Verwarnungen: 38. Trovato (Foul), 44. Ljatifi (Unsportlichkeit), 45.+1 Simoes (Foul), 64. Özkan, 78. Asani (Foul), 85. Bytyqi (Foul), 90. Lütolf (Reklamieren)

Bemerkung : 85. Asani verschiesst Foulelfmeter, Sirnach ohne Aydeniz, Kononenko und Arifi (verletzt), Jadanza (krank), St. Margrethen ohne Zivic und Memeti (verletzt), Sohshi und Axhija (gesperrt)

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