In einem vor allem in der ersten Halbzeit vom ……………………………..

In einem vor allem in der ersten Halbzeit vom FC Schaffhausen 2 klar dominierten Meisterschaftsspiel der 2. Liga Interregional, steigerte sich der FC Sirnach im zweiten Durchgang deutlich und wurde nach einer immer klareren Überlegenheit in der 87. Minute mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Weil dies aber bereits das vierte Unentschieden im ebenso vierten Rückrundenspiel war, änderte sich die prekäre Tabellensituation für die Südthurgauer nur unwesentlich. Immerhin hat die direkte Konkurrenz mit Ausnahme des FC St. Margrethen ebenfalls Punkte liegenlassen und so scheint es, als würde der Abstiegskampf bis zum Ende der Rückrunde spannend bleiben.

© Text: Thomas Frey, FC Sirnach
© Foto: Walter Kühne, FC Sirnch

Krass überlegene Gäste im ersten Durchgang

Die erste Aktion des Spiels gehörte noch den Sirnachern, als Neuzugang Asani einen Schuss von der Strafraumgrenze neben das Schaffhauser Tor setzte. Dies war dann aber auch gleichzeitig der Startschusse für eine Gästeoffensive, wie man ein solche schon lange nicht mehr auf dem Kett gesehen hat. Die omnipräsenten Gäste störten die Sirnacher schon in deren eigenen Hälfte am Spielaufbau und schalteten nach Balleroberung ihrerseits blitzschnell über ihre beiden schnellen, technische überdurchschnittlich guten Aussenläufer Kucani und Savicius auf Angriff um. Da die Verteidiger der Heimmannschaft mehr als einmal zu weit weg von ihren Gegenspielern standen, brannte es mehrmals im Sechzehnmeterraum der Sirnacher lichterloh. In der 19. Minute half dann alles Glück nicht mehr, als einmal mehr Kucani auf der rechten Aussenbahn nach jedealem Zuspiel in den freien Raum den Ball unbedrängt(!) übernehmen konnte und allein auf Torwart Akin losstürmte. Der Angreifer traf mit seinem Abschluss unhaltbar in die entfernte untere Torecke zur verdienten Gästeführung. Die Heimmannschaft war zu diesem Zeitpunkt zu keiner Reaktion fähig ! Vor allem das Zweikampfverhalten musste in dieser Phase des Spiels als ungenügend taxiert werden und weil die Sirnacher zu weit weg von ihren Gegenspielern standen, kamen sie gegen eine spielerisch hervorragend agierende, taktisch bestens eingestellten Gästemannschaft selbst kaum zu zwingenden Aktionen. Hätten die Sirnacher nicht einen ausgezeichnet agierenden Torwart Akin zwischen den Posten gehabt, wäre das von einem sehr guten Schiedsrichtertrio geleiteten Spiel bis zum Pausenpfiff bereits entschieden gewesen. Selten ist eine Gastmannschat in einer solch überzeugenden Art und Weise auf dem Kett aufgetreten, aber weil die Gäste zu viele Chancen etwas fahrig ausliessen, endete die erste Halbzeit mit einem für die Sirnacher schmeichelhaft knappen Rückstand.

Umgekehrtes Bild in der zweiten Halbzeit

Offensichtlich fand Trainer Alder in der Pause einmal mehr die richtigen Worte und ab Beginn der zweiten Halbzeit sah man eine stark verbesserte Sirnacher Mannschaft auf dem Rasen. Das hatten wir doch schon ! Als Sirnacher Anhänger muss man sich bald fragen, ob die Hinterthurgauer erst in Rückstand zum Fussballspielen zurückfinden. Auf jeden Fall besannen sich die Hinterthurgauer nun auf die vom Trainer vorgegebenen Direktiven. Fortan wurden die Passwege des Gegners zugestellt, Mittelfeld und Verteidigung standen viel näher bei ihren Gegenspielern und so glich sich das Spielgeschehen aus. Angeführt vom einmal mehr aufopfern kämpfenden, zusammen mit Torwart Akin besten Sirnacher Trovato, verlagerten sich die gefährlichen Aktionen in die Schaffhauser Platzhälfte. Vorerst aber vergaben Kilafu und Veliu beste Einschussmöglichkeiten. Veliu als er das leere Tor mit seiner Direktabnahme nicht traf und das andere Mal scheiterte Kilafu mit seinem Abschluss am prächtig reagierenden Gästetorwart Gnädinger. In den Schlussminuten wurden die Gäste fast vollständig in den eigenen Sechzehnmeterraum zurückgedrängt und es schien nur noch eine Frag der Zeit bis der längst fällige Ausgleich Tatsache wird. Endlich, in der 87. Minute wurde auf halblinker Position Chiavuzzi im Sechzehnmeterraum freigespielt und dieser verwandelte sicher und flach zum 1:1 Ausgleich in die nähere Torecke. Die Schaffhauser schienen sich aber mit diesem Remis nicht zufrieden zu geben und forcierten nochmals mit allen Mitteln ihre vernachlässigte Offensive, kamen aber zu keinem zählbaren Resultat mehr.

Ein paar Fragen bleiben offen

Wiederholt nun fanden die Sirnacher in der ersten Halbzeit nur sehr schwer ins Spiel und man musste einmal mehr zuerst in Rückstand geraten, bis man sich wieder auf die eigenen Stärken besann und selbst zu zwingenden Aktionen gelangte. Dies darf im Abstiegskampf, der sich offensichtlich länger hinziehen wird als es den Sirnacher Verantwortlichen lieb sein wird, nicht mehr vorkommen. Der FC St. Margrethen hat nach dem überraschenden Sieg gegen Tabellenführer Freienbach wider Erwarten Anschluss zu Sirnach und Winkeln gefunden und wie es scheint, werden sich fünf Mannschaften um zwei Nichtabstiegsplätze streiten. Leider gehört der FC Sirnach ebenfalls zu diesen. Nur wenn es den Hinterthurgauern gelingt, diese erste Phase der Unkonzentriertheit zu überwinden, darf man optimistischer dem weiteren Verlauf der Rückrunde entgegensehen. Am besten schon am nächsten Sonntag gegen Tabellenführer Freienbach, da haben die Hinterthurgauer nämlich noch nie Zählbares nach Hause mitnehmen können.

Nächstes Heimspiel  : Samstag, 22. April 2017, 16.00 h gegen den FC St. Margrethen

Telegramm

Sportplatz Kett, Sirnach – 220 Zuschauer

FC Sirnach – FC Schaffhausen 2 1:1 (0:1) Sr. Eggenschwiler

Tore : 19. Kucani 0:1, 87. Chiavuzzi 1:1

FC Sirnach: Akin; Chiavuzzi, Prenrecaj (C), Simoes, Kononenko (82. Bytyqi); Emini (56. Kilafu), Trovato, Jadanza (24. Remy Manz), Asani, Canigiz; Veliu

FC Schaffhausen 2 : Gnädinger; Sulejmani, Schmocker (C), Reynoso, Saipi;  Savicius (76. Schmid), Demhasaj, Wellhäuser, Del Toro, Kucani; Stojilkovic (90. Teixeira)

Verwarnungen: 75. Kucani (Foul), 85. Trovato (Unsportlichkeit) und Sulejmani (Unsportlichkeit), 90. + 1. Del Toro (Foul)

Bemerkungen: Sirnach ohne Alija (gesperrt), Aydeniz und Arifi (verletzt), Nico Manz (krank). Schaffhausen 2 komplett, sehr gute Schiedsrichterleistung

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