Derbyknüller zum Vorrundenabschluss

Derbyknüller zum Vorrundenabschluss

© Thomas Frey, FC Sirnach

 Nach der Topleistung in Rüti wo man gegen ein Spitzenteam das klar bessere Team war und nur wegen sehr viel Pech und Unvermögen im Abschluss nicht alle drei Punkte mit nach Hause nahm, darf man gespannt sein, wie sich die Sirnacher gegen den Favoriten aus Uzwil schlagen. Die Uzwiler haben in den letzten fünf Partien nicht mehr verloren und konnten davon sogar vier Spiele erfolgreich gestalten, unter anderem ein 4:0 beim FC Frauenfeld und ein beachtliches 3:3 beim Leader aus Freienbach. Es scheint so, als hätte sich der frühe Trainerwechsel gelohnt und als habe Interimstrainer Sven Schneider (ein ex-Sirnacher) die Mannschaft festigen und in die allseits erhoffte Erfolgsspur bringen können. Aber auch der FC Sirnach scheint mit einer sehr jungen Mannschaft bestehend aus vielen Spielern aus der Region durchmischt mit ein paar erfahrenen Akteuren in dieser ausgeglichenen Gruppe 6 angekommen zu sein und hat nach einer enttäuschenden Leistung gegen den FC Chur 97 nun wieder ein ganz anderes Gesicht beim Spitzenteam aus Rüti gezeigt. Aufgrund des Formstands beider Teams und der angespannten Tabellensituation der Sirnacher ist dies eine optimale Ausgangslage für eine äusserst spannende Partie die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Erfahrung und Formstand sprechen für den FC Uzwil

Der FC Uzwil hat auf diese Saison hin das Kader mit ein paar hochkarätigen Akteuren verstärkt. Klingende Namen wie ex-Super League Spieler Kristian Nushi, Dario Koller (ex FC Will) und Rückkehrer Marco Di Nunzio tragen ab dieser Saison die Uzwiler Farben. So war es nicht verwunderlich, dass die Untertoggenburger von Kennern der Szene als einer der Aufstiegskandidaten gehandelt wurden, konnten aber die Erwartungen vor allem zu Saisonbeginn nicht erfüllen und starteten mit nur einem Sieg aus vier Partien. Einmal mehr zeigte sich, dass gute Einzelspieler noch lange kein Garant für den Erfolg einer Mannschaft sind und so musste nach dem bescheidenen Saisonstart Trainer René Benz seinen Sessel räumen. Seit Sportchef Sven Schneider das Zepter übernommen hat, scheint es aber beim FC Uzwil aufwärts zu gehen. Die Integration der neuen Führungsspieler ist abgeschlossen und die letzten Resultate belegen dies eindrücklich. Die Uzwiler reisen auf jeden Fall als klarer Favorit zum FC Sirnach.

 

Über den Kampf zum Erfolg

Bei den Sirnachern ist man sich indes im Klaren, dass nur bei einer 100%-ig einwandfreien kämpferischen Einstellung und einer Einsatzbereitschaft bis zum Äussersten mit einem Punktegewinn gerechnet werden kann. Spielerisch dürfte das Heimteam dem Gast doch klar unterlegen sein und sollte man den Gästen zu viel Raum gewähren, würde dies unweigerlich zu einer Niederlage führen. Der Erfolg führt demnach nur über solidarischen Kampfgeist, angefangen bei der Offensivabteilung über ein kompaktes Mittelfeld bis zum Torwart, der sicherlich über sich hinaus wachsen muss. Dass er das auch kann, hat er zuletzt beim Spiel gegen den FC Kosova eindrücklich bewiesen. Trainer Alder wird auf jeden Fall zusätzlich die richtigen Worte vor der Partie finden, so dass elf bis in die Zehenspitzen motivierte Sirnacher auf favorisierte Gäste aus Uzwil treffen.

 

Spielbeginn

 

Sportplatz Kett, Sirnach, 6. November 2016, 14.00 Uhr

  • Kenner 14. November 2016 at 12:51

    Sven Schneider auch wenn er ein Ex Sirnacher ist, hat noch nicht viel mehr erreicht als letzte Saison, im Gegenteil, die Niederlage gegen Linth, wo man zu Beginn der Vorrunde mit Benz an der Linie, knapp 1:0 verloren hat, ist nach 2 Jahren erstmals im Cup so früh ausgeschieden.
    Ausser den 2 Namhaften Neuzuzügen, hat sich noch kein Spieler von den neuen durchgesetzt. Dies ein Resultat eines Sportchefs;-))

    • Thomas Frey 5. Januar 2017 at 18:42

      Es ist aus taktischen Gründen manchmal ratsam und vorteilhaft, wenn man die gegnerische Mannschaft und die Verantwortlichen, dies gilt im Speziellen vor einem Derby, absichtlich etwas stärker macht, als dies realistisch betrachtet der Fall sein dürfte. Da soll man doch nicht gleich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Zu den Erfolgen von Sven Schneider bleibt aber festzuhalten, dass die letzten 5 Partien ohne Niederlage eindeutig einen Aufwärtstrend gegenüber dem mühsamen Saisonstart erkennen lassen. Dies ist sicher auch ein Verdienst von Sven Schneider und es bleibt zumindest zweifelhaft, ob die Mannschaft unter René Benz eine ähnliche Leistungssteigerung zustande gebracht hätte.

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