Matchbericht FC Sirnach TG – FC Widnau SG

© Text : Thomas Frey FC Sirnach-Stella
© Bild : Walter Kühne, Sirnach

Trotz der gewonnen drei Punkte dürfen sich die Sirnacher nichts auf diesen Sieg einbilden, verloren sie doch nach dem frühen Führungstreffer bereits in der zweiten Minute durch den wirbligen Aydeniz mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle über die Partie und nur der Abschlussschwäche und Umständlichkeit der Rheintaler war es zu verdanken, dass die Partie vor allem in der zweiten Hälfte nicht zu Gunsten der Gäste kippte. Allerdings hätten die Sirnacher bei mehr Kaltblütigkeit vor dem Tor die Partie auch schon vor der Pause vorentscheiden können, ja müssen, hatten sie doch einen Latten-treffer durch Arifi zu beklagen und zwei zusätzliche, sogenannt 100%-ige durch Aydeniz und De Filippo blieben ungenutzt.

Animierter Beginn
Kaum zwei Zeigerumdrehungen waren vergangen, als De Filippo mit einem kurzen Zuspiel in den Sechzehnmeterraum die noch nicht auf Betriebstemperatur sich Anfangsminuten waren es fast ausschliesslich die Sirnacher, welche ein ums andere Mal gefährlich vor dem Gästetor aufkreuzten und nach einer Viertelstunde bereits vorentscheidend hätten in Führung liegen müssen, hätten, denn zuerst setzte De Fillippo seinen Kopfball nach einer optimalen Hereingabe von Cardoso über das Tor, kurz danach prallte ein Kopfball von Arifi von der Latte zurück ins Feld und schlussendlich vergab der allein vor dem Gästekeeper auftauchende Aydeniz die nächste Sirnacher Grosschance. In dieser Phase des Spiel schien es, als würden die Widnauer im Sirnacher Angriffswirbel untergehen, hatten sie doch dem Ansturm nur wenig entgegenzusetzen und wirkten in der Defensive anfällig und überfordert. Aber mit Fortdauer des Spiels kamen auch die Gäste besser ins Spiel und tauchten nun ihrerseits einige Male gefährlich vor dem Sirnacher Gehäuse auf. Vor allem die linke Abwehrseite der Sirnacher war in dieser Phase anfällig und mit etwas mehr Abschlussglück seitens der Gäste wäre der Ausgleich durchaus möglich gewesen. Aber da war auch noch ein Sirnacher Schlussmann, der mit seiner Erfahrung und seinem Können sämtliche Abschlussversuche der Gäste vereitelte oder der Ball landeten glücklicherweise in den Füssen der vielbeinigen Sirnacher Hintermannschaft. Es war aber offensichtlich, dass das Sirnacher Mittelfeld für keine Entlastung mehr sorgen konnte und dringend Unterstützung aus dem Angriff gebraucht hätte. Zum Glück aber konnten die Gäste keinen Profit aus dieser Schwächephase der Einheimischen schlagen und somit endete eine umkämpfte erste Hälfte mit der knappen Führung für die Sirnacher.

Rheintaler Dominanz nach dem Tee
Nach der Pause wurde für die linke Abwehrseite Devris Saygili eingewechselt und diese Massnahme zeigte insofern Wirkung, als die rechte Angriffsseite der Widnauer für den Rest der Partie weitestgehend wirkungslos blieb. Aber das Sirnacher Mittelfeld brachte das Spielgeschehen nicht mehr unter Kontrolle, vor allem das zentrale Mittelfeld konnte dem gegnerischen Druck nach dem Wiederanpfiff nicht mehr standhalten. Die Einheimischen gerieten somit mehr und mehr unter Druck und konnten sich eine Zeit lang nur noch mit Befreiungsschlägen auf Cengel oder De Filippo aus der Umklammerung lösen. Die beiden Stürmer aber hingen ohne Unterstützung aus dem Mittelfeld völlig in der Luft und konnten nur für wenig Entlastung sorgen. In dieser Phase zeigte sich auch, dass die Widnauer über eine äusserst spielstarke Mannschaft mit technisch sehr versierten Einzelspielern verfügt. Captain Lüchinger, Dominik Nüesch und auch Julian Bösch auf jeden Fall, wären in jeder anderen 2. Liga Interregio Mannschaft ebenfalls gesetzt. Aber vor dem Tor agierten die Gäste oft viel zu kompliziert und unentschlossen, so dass die Sirnacher Hintermannschaft, obwohl ebenfalls nicht sattelfest an diesem Sonntag Nachmittag, immer wieder klärend eingreifen konnte. Nach zwei weiteren Auswechslungen in der 66. und 74. Minute glich sich das Spielgeschehen aber wieder aus, vor allem im Sturm kam mit Uwe Beran frischer Wind nach vorne. Da die Rheintaler weiter mit Vehemenz den Ausgleich anstrebten, entstanden auch Räume für die Sirnacher Stürmer und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste in einen Konter laufen würden. In der 81. Minute war es dann soweit. Ein herrlich ausgelöster Konter über mehrere Stationen endete mit einem Flankenball auf den im Fünfmeterraum völlig blank stehenden Beran. Statt direkt auf das Tor zu köpfen legte dieser den Ball mit Übersicht entgegen der Laufrichtung von Torwart und Verteidiger zurück auf den aufgerückten De Filippo, der dann den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zum vorentscheidenden 2:0 drücken musste. Das Spiel war gelaufen, auch wenn den Widnauern in der Nachspielzeit nach einer Unkonzentriertheit in der Sirnacher Hintermannschaft durch Jasmin Abdsoki doch noch der Anschlusstreffer gelang.

 

FC Sirnach-Stella – FC Widnau 2:1 (1:0)  Fussballplatz Kett, Sirnach – 310 Zuschauer – SR: Vrsaikovic

Tore:
2. 1:0 Anil Aydeniz, 81. 2:0 Giuseppe De Filippo, 95. 2:1 Jasmin Abdoski

FC Sirnach:
Adi Radoncic; Nico Manz (46. Devris Saygili), Klodian Samina, Toni Arifi , Jakub Vondracek; Bruno Cardoso, Maurizio Brunetti (66. Blerton Dauti), Hamadi Sassi; Giuseppe de Filippo, Anil Aydeniz (74. Uwe Beran), Önder Cengel (C)

FC Widnau :
Kevin Zehrer; Sahin Irisme (91. Igor Rankovic), Marco Di Nunzio, Diego Liechti, Dario Faleschini (81. Florian Haltiner); Julian Bösch, Arton Thaqi (73. Sandro Sonderegger), Daniel Lüchinger (C); Kevin Bärlocher, Jasmin Abdoski, Dominik Nüesch

Verwarnungen:
51. Bruno Cardoso, 85. Blerton Dauti (beide Sirnach), 48. Diego Liechti, 66. Julian Bösch (beide Widnau)

Bei Sirnach fehlten : 
Srdjan Radovic (nicht im Kader !), Ruben Simoes (verletzt)

Weitere Fotos zum Spiel!

 

 

 

 

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